Neue Beitragsgrenzen: Für diese Einkommen wird die Sozialversicherung teurer
Ab Januar 2025 steigen die Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherung an. Sie werden zudem deutschlandweit vereinheitlicht. Gut- und Besserverdiener zahlen daher zukünftig mehr. Alle Details findet man hier auf Finanz.at.
Im Jahr 2025 treten Änderungen in der Sozialversicherung in Kraft, die insbesondere Besserverdienende betreffen. Mit der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze steigen die maximalen Sozialabgaben für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Diese Anpassung erfolgt im Zuge einer Verordnung des Bundesarbeitsministeriums, die das Kabinett verabschiedet hat.
Die Beitragsbemessungsgrenze legt fest, bis zu welchem Einkommen Sozialabgaben erhoben werden. Einkommen, das über dieser Grenze liegt, bleibt beitragsfrei. Damit beeinflusst diese Grenze maßgeblich die Höhe der Sozialabgaben, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen.
Im Jahr 2025 werden die Beitragsbemessungsgrenzen deutlich angehoben: Rentenversicherung: Beiträge werden bis zu einem Monatseinkommen von 8.050 Euro fällig. Kranken- und Pflegeversicherung: Die Grenze steigt auf 5.512,50 Euro pro Monat. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 liegt die Grenze in der Rentenversicherung bei 7.550 Euro im Westen und 7.450 Euro im Osten. Für die Kranken- und Pflegeversicherung liegt sie bei 5.175 Euro monatlich.
Einkommensentwicklung als Grundlage
Die Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze erfolgt auf Basis der Einkommensentwicklung des Vorjahres. Das Bundesarbeitsministerium begründete die Erhöhung mit einer bundesweiten Lohnsteigerung von 6,44 Prozent im Jahr 2023. Diese starke Lohnentwicklung spiegelt sich in den neuen Rechengrößen wider.
Die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze bedeutet höhere Sozialabgaben für Besserverdienende. Wer ein Einkommen über 8.050 Euro hat, zahlt Rentenbeiträge nur bis zu dieser Grenze. Darüber hinaus bleibt das Einkommen beitragsfrei. In der Kranken- und Pflegeversicherung zahlt man die Beiträge bis 5.512,50 Euro. Für Arbeitnehmer mit einem Einkommen über den neuen Grenzen steigen also die monatlichen Abgaben spürbar an. Gleichzeitig wird das Einkommen oberhalb der Grenze von der Beitragsbelastung verschont, was die Belastung relativiert.
Entlastungen für andere Einkommensgruppen
Während Gutverdiener mehr Sozialabgaben leisten, profitieren mittlere und niedrige Einkommen von steuerlichen Erleichterungen. Der Grundfreibetrag steigt 2025 auf 12.084 Euro, der Kinderfreibetrag auf 6.672 Euro. Dadurch sinkt die Steuerlast für viele Haushalte. Dennoch fallen die Nettoeffekte je nach Einkommensgruppe unterschiedlich aus.
Die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze 2025 stellt eine zusätzliche Belastung für Gutverdiener dar, spiegelt jedoch die positive Lohnentwicklung wider. Während mittlere und niedrige Einkommen von Steuerentlastungen profitieren, tragen Besserverdienende eine größere Last in der Sozialversicherung. Diese Maßnahmen sollen einerseits die Sozialkassen stabilisieren, andererseits die finanzielle Gerechtigkeit fördern.
Mehr Informationen: Sozialversicherungsbeiträge