Viele Änderungen bei der Rente: Das kommt 2025 auf Rentner zu

Heuer müssen Rentnerinnen und Rentner mit diversen Änderungen und Neuerungen rechnen, die neben Erhöhungen auch Kürzungen der Rentenbezüge bringen werden. Was auf die Menschen in Deutschland zukommt, findet man hier auf Finanz.de.

26.03.2025, 14:30 Uhr, von (Finanzen)
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Im Jahr 2025 wird die Rente für viele Seniorinnen und Senioren zur Achterbahnfahrt. Während mit der Rentenerhöhung ab Juli eine spürbare Verbesserung in Aussicht steht, bringen steigende Beiträge und neue gesetzliche Regelungen auch Belastungen mit sich. Der Frühling und Sommer sind dabei besonders entscheidend.

Rentenerhöhung ab Juli bringt Plus bei der Kaufkraft

Sozialminister Hubertus Heil kündigte eine Rentenanpassung von 3,74 Prozent zum 1. Juli 2025 an. Grundlage ist die positive Entwicklung der Löhne im Vorjahr. Zwar waren zunächst höhere Steigerungen von bis zu 4,5 Prozent im Gespräch, doch die endgültige Anpassung liegt nun leicht darunter – bleibt aber deutlich über der erwarteten Inflationsrate von 2,2 Prozent. Dies bedeutet: Die Kaufkraft vieler Rentner steigt. Finanz.de hat berichtet.

Auch die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, begrüßt die Anpassung. Sie sieht in der Rentenerhöhung ein Signal für die Stabilität der gesetzlichen Rente, die für 89 Prozent der Bevölkerung weiterhin als wichtigste Säule der Altersvorsorge gilt.

Pflegebeiträge steigen – erste Kürzung spürbar ab März

Die Freude über mehr Rente wird im März jedoch zunächst gedämpft. Rentnerinnen und Rentner müssen ab diesem Monat höhere Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung zahlen – ein Resultat der bereits zu Jahresbeginn erhöhten Beitragssätze. Finanz.de hat bereits berichtet.

Ab Juli kommt eine weitere Belastung hinzu: Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung steigt von 3,4 auf 3,6 Prozent. Bei einer Bruttorente von 1.554 Euro macht das rund 3,11 Euro mehr pro Monat, die vollständig von den Rentnern selbst getragen werden müssen. Anders als bei der Krankenversicherung gibt es hier keinen Arbeitgeberanteil. Die Rentenversicherung zieht die Beträge automatisch ein.

Rückerstattungen im Frühjahr für Eltern mit Kindern unter 25 Jahren

Im April und Mai können viele Rentnerinnen und Rentner mit zusätzlichen Zahlungen rechnen – allerdings nur, wenn sie Kinder unter 25 Jahren haben. Grund ist die nachträgliche Erstattung von zu viel gezahlten Pflegeversicherungsbeiträgen, seit diese seit Juli 2023 gestaffelt nach Kinderzahl berechnet werden.

Da der Rentenversicherung die entsprechenden Daten bislang nicht vollständig vorliegen, erfolgt die Umsetzung zeitverzögert. Betroffene können sich auf Erstattungen im Bereich von mehreren Hundert Euro einstellen, sobald der Datenaustausch mit den Steuerbehörden abgeschlossen ist.

Einheitliche Rentenzahlung ab August

Ab August 2025 gelten keine Übergangs- oder Sonderregelungen mehr – die neue Rentenhöhe nach der Erhöhung im Juli ist dann vollständig wirksam. Zu beachten ist dabei weiterhin der Zeitpunkt der Auszahlung: Wer seine Rente vor März 2004 beantragt hat, erhält die Zahlungen im Voraus, alle anderen am Monatsende.

Blick auf mögliche Veränderungen durch Regierungswechsel

Mit der neuen Bundesregierung könnten weitere Reformen bevorstehen. Vor allem die „Aktiv-Rente“, wie sie von der CDU vorgeschlagen wird, könnte zu Umstellungen im Rentensystem führen. Sie sieht steuerfreie Zusatzeinnahmen für Personen vor, die über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus arbeiten.

Ein besonders brisanter Punkt betrifft den sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor. Während die Ampel-Regierung diesen bremsen wollte, könnte er mit einer schwarz-roten Koalition wieder stärker in die Rentenformel einfließen. Das Ziel, das Rentenniveau dauerhaft bei mindestens 48 Prozent zu halten, steht damit unter Druck.

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2025 wird für viele Rentner ein Jahr mit spürbaren Veränderungen. Einerseits steigen die Renten spürbar, andererseits werden steigende Pflege- und Krankenkassenbeiträge sowie mögliche neue Regelungen zur Herausforderung. Wer alle Möglichkeiten nutzen will, sollte die Entwicklungen im Blick behalten und sich gegebenenfalls frühzeitig beraten lassen.

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aktualisiert: 26.03.2025, 14:30 Uhr
Autor: Daniel Herndler
Chef-Redakteur | Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
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