Steuerliche Entlastung: Pendlerpauschale soll erhöht werden - so profitieren Arbeitnehmer

Die Pendlerpauschale soll erhöht werden. Davon würden viele ArbeitnehmerInnen - besonders jene mit mittlerem Einkommen - steuerlich profitieren. Alle Details und Berechnungen findet man hier auf Finanz.de.

31.03.2025, 13:00 Uhr, von (Steuern)
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Bildquelle: Finanz.de (Montage) / KFZ
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Die Pendlerpauschale steht erneut im Fokus politischer Diskussionen, insbesondere im Rahmen der aktuellen Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD. Eine Analyse des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden zeigt, wer am meisten von dieser steuerlichen Entlastung profitiert – und welche Einkommensgruppen besonders häufig davon Gebrauch mache, wie u.a. der Münchner Merkur berichtet.

Mittlere Einkommen profitieren am meisten

Im Jahr 2020 nutzten rund 13,8 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland die sogenannte Entfernungspauschale. Mehr als die Hälfte davon – etwa 54 Prozent – verfügte über ein Bruttojahreseinkommen zwischen 20.000 und unter 50.000 Euro. Weitere 30 Prozent lagen im Einkommensbereich von 50.000 bis 100.000 Euro. Nur fünf Prozent der Nutzer verdienten 100.000 Euro oder mehr, während elf Prozent unter 20.000 Euro lagen.

Die aktuell veröffentlichten Daten stammen aus der Lohn- und Einkommensteuerstatistik für das Jahr 2020. Aufgrund der langen Fristen zur Steuerveranlagung stehen solche Auswertungen in der Regel erst mit mehreren Jahren Verzögerung zur Verfügung.

Im Jahr 2020 lag die Entfernungspauschale noch bei 30 Cent pro Kilometer des einfachen Arbeitswegs. Seit Mai 2022 gilt ein erhöhter Satz von 38 Cent ab dem 21. Kilometer. Die Pauschale kann unabhängig vom tatsächlichen Verkehrsmittel in Anspruch genommen werden.

Die Höhe der Pendlerpauschale bzw. Entfernungspauschale kann mit dem Online-Rechner auf Finanz.de berechnet werden.

Nutzung des Autos überwiegt – besonders im ländlichen Raum

Laut Statistik nutzten 84 Prozent der Bezieher der Pendlerpauschale zumindest für einen Teil ihres Arbeitswegs ein Auto. Der durchschnittliche Arbeitsweg betrug 28 Kilometer. Besonders in ländlichen Regionen griffen Pendler häufiger auf das Auto zurück, wie die Statistiker feststellten.

Die Zahlen berücksichtigen nur Steuerpflichtige, deren Werbungskosten den damaligen Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro überschritten. Wer darunter lag, machte die Entfernungspauschale häufig nicht geltend oder reichte keine Steuererklärung ein.

Politische Pläne zur Erhöhung der Pauschale

In den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD wird derzeit eine weitere Erhöhung der Pendlerpauschale diskutiert. CSU-Chef Markus Söder betonte deren Bedeutung für Menschen im ländlichen Raum. Bereits in den Sondierungsgesprächen wurde eine Anhebung der Pauschale vereinbart. Die Maßnahme soll die Belastungen durch gestiegene Mobilitätskosten abfedern.

Kritik kommt hingegen von Seiten einiger Experten und Umweltverbände. Die Pendlerpauschale gilt aus ihrer Sicht als klimaschädliche Subvention, da sie insbesondere Autofahrten steuerlich begünstigt und Anreize für längere Arbeitswege schaffen könne.

Pandemieeffekte: Homeoffice beeinflusste Pendlerverhalten kaum

Trotz der weit verbreiteten Homeoffice-Regelungen im Corona-Jahr 2020 hat sich laut der Analyse die Zahl derjenigen, die die Pendlerpauschale beanspruchten, nur geringfügig verändert. Zwar gingen die insgesamt gefahrenen Strecken zurück, doch die Möglichkeit zur steuerlichen Geltendmachung blieb für viele weiterhin attraktiv.

Die Pendlerpauschale bleibt somit ein zentrales Thema der Steuerpolitik und spiegelt die Herausforderungen wider, soziale Entlastung, Mobilität und Klimaschutz in Einklang zu bringen. Eine Entscheidung über die künftige Ausgestaltung dürfte im Laufe der laufenden Koalitionsverhandlungen folgen.

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News in Steuern
Autor: Daniel Herndler
Chef-Redakteur | Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
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